Kreatives Denken wird zum neuen Normal. Sind Sie bereit?
Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Am Wort: Ingrid De Clercq von Ouzia.
Stellen Sie sich die Corona-Krise als ein erzwungenes Experiment vor, in dem wir uns alle abrupt an radikale Veränderungen anpassen müssen. Die disruptive Veränderung, die schon länger angekündigt war, wurde von einem Tag auf den anderen Wirklichkeit.
Was sehen wir? Menschen und Organisationen passen sich rasend schnell an
Wo digitale Werkzeuge und Arbeitsweisen schrittweise eingeführt werden sollten, beginnen plötzlich alle mit Online-Videokonferenzen. Neue Ideen werden entwickelt, getestet und ausgerollt – in einem Tempo, das es so noch nie gab. Lokale Geschäfte verkaufen online, große Organisationen bringen neue Produkte oder Dienstleistungen heraus und setzen Aktionen in wenigen Tagen um, wo sonst mehrere Beratungs- und Entscheidungsrunden nötig waren.
Unser natürlicher Widerstand gegen Veränderung scheint einer ungewohnten Offenheit gewichen zu sein, Lösungen zu suchen und schnell umzusetzen. Statt „Muss ich das jetzt tun?” hört man „Schauen wir, wie ich das hinbekomme!”
Läuft alles glatt? Nein. Klappt alles, was wir versuchen? Bei Weitem nicht.
Was zählt, ist: Wir springen ins kalte Wasser und schaffen Dinge gegen alle Erwartungen. Seien wir ehrlich – das ist eine enorme Leistung. Wir lösen komplexe Probleme, indem wir in Möglichkeiten denken statt in Beschränkungen, Chancen schnell erkennen, sie ergreifen, ausprobieren und nachjustieren. Das ist der Schlüssel zu diesem Erfolg. So düster die Lage auch ist – es gibt Erfolge, und es ist wichtig, sie anzuerkennen.
Wir nutzen unsere Fähigkeit, kreativ zu denken und widerstandsfähig zu sein. Und vor allem entdecken wir, dass wir zu viel mehr in der Lage sind, als wir anfangs dachten.
Wie behalten wir diese neue Dynamik in einer Zeit nach Corona?
Wie können wir unser kreatives Denken weiterentwickeln und pflegen, um die kommenden Herausforderungen zu meistern?
Hier ein paar ganz konkrete Tipps und Tricks.
Erstens: Trennen Sie kreatives Denken vom kritischen Denken. Wahrscheinlich kennen Sie diese Situation: Sie bringen eine neue Idee ein, und die ersten Reaktionen sind „Das ist zu teuer, zu schwer umzusetzen, zu zeitaufwendig …” oder „Lass mich kurz Anwalt des Teufels spielen”. Solche Reaktionen ziehen alle Energie aus dem Raum. Niemand hat mehr Lust, neue Ideen einzubringen – und Sie schon gar nicht. Statt eine neue Idee sofort zu bewerten, nehmen Sie sich erst Zeit, viele Ideen zu erzeugen. Wenn Sie eine lange Liste haben, können Sie anfangen zu bewerten. Es sind sicher gute dabei. Geben Sie ihnen die Chance, sichtbar zu werden, statt sie sofort abzuschießen.
Bauen Sie auf den Ideen anderer auf. Es gibt einen einfachen Weg: Reagieren Sie zuerst mit „ja, und” statt mit „ja, aber”. Wenn Sie einmal darauf achten, werden Sie staunen, wie oft Sie pro Tag „ja, aber” sagen. Sie werden auch staunen über die enorme positive Wirkung dieser zwei Wörter: „ja, und”. Das schafft konstruktiven Dialog, fördert Zusammenarbeit und ein Umfeld, in dem Menschen einander wirklich zuhören und auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.
Es reicht nicht, viele Ideen zu erzeugen, um ein Problem kreativ zu lösen. Genauso wichtig ist ein gemeinsames Verständnis und eine richtige Formulierung des Problems. Dafür müssen Sie zuerst viele Fragen stellen, um das Problem zu analysieren und zu klären, bevor Sie genau das Problem benennen, das Sie lösen wollen. Wer sich dafür Zeit nimmt, gewinnt Zeit – und ist von Anfang an mit allen auf einer Linie.
Schließlich: Ergreifen Sie weiter Initiative und ermutigen Sie andere, dasselbe zu tun. Menschen schätzen die Freiheit, ins Tun zu kommen. Sie vertrauen auf die Kompetenz der anderen und stärken zugleich das eigene Selbstvertrauen. Überlegen Sie also, wie Sie dieses gegenseitige Vertrauen und das persönliche Selbstvertrauen in Ihrer Organisation aufbauen.
Sich an das neue Normal nach Corona anzupassen, bleibt eine Herausforderung
Wenn Sie kreatives Denken bewusst und systematisch nutzen und weiterentwickeln, helfen Sie Ihrer Organisation, dieser Herausforderung gewachsen zu sein.
Und genau das ist die Mission von Ouzia. Ouzia wurde von drei Frauen gegründet, die bei einem innovativen Projekt in einem großen Unternehmen eine gemeinsame Leidenschaft für kreatives Denken entdeckten – und für die Wirkung, die es auf Menschen, Teams und Organisationen haben kann. Diese Leidenschaft brachte sie zur Frage: „Wie können wir andere Organisationen mit kreativem Denken und kreativer Problemlösung unterstützen?” Gemeinsam bringen Ingrid, Sarah und Ann besondere Fähigkeiten, Kreativität und Erfahrung mit, um Ihr Unternehmen und Ihre Teams zu begleiten.